Oder: Manche Kräuter können mehr als nur gut riechen.
Ich liebe Düfte — und ich reagiere stark auf sie.
Frische Kräuter, bestimmte Tees oder ätherische Öle können bei mir erstaunlich viel verändern: Sie beruhigen mich und machen mich richtig gut gelaunt – besonders frisch gepflückte Kräuter haben es mir angetan. Manche Düfte verursachen bei mir allerdings auch Kopfschmerzen.
Düfte, Kräuter und bestimmte Tees können dein Nervensystem beeinflussen, regulieren oder Zustände unterstützen. Sie „resetten“ es jedoch nicht wie einen Computer.
Warum Gerüche so stark wirken können
Wichtiger Unterschied:
Der Geruchssinn ist direkt mit limbischem System (übrigens als einziger Sinn), ungefilterter emotionaler Wirkung, Erinnerung, Stressreaktion und vegetativen Prozessen verbunden. Deshalb können Gerüche erstaunlich stark wirken und beeinflussen — positiv wie negativ.
Manche machen wacher und fokussierter.
Andere beruhigen eher oder helfen beim Durchatmen.
PSWas das mit Motorradfahren zu tun hat
Gerade für das Motorradfahren finde ich das spannend. Zum Beispiel wenn du nervös, angespannt oder voller Kopfkino bist.
Und genau da kann es interessant sein, einfach mal zu beobachten und auszuprobieren:
Wie reagiert dein Körper eigentlich auf bestimmte Düfte?
Der Duft allein ist nicht die Lösung
Der eigentliche Punkt wird dabei jedoch oft vergessen: Der Duft allein macht meist nicht die Hauptwirkung.
Er wirkt oft als:
- Zustandsanker
- Ritualsignal
- Atemverstärker
- Sicherheitsreiz
- Unterbrechung von Stressmusternund ist kein alleiniger Resetknopf.Zum Beispiel: Wenn jemand jeden Abend bewusst Lavendel riecht + langsamer atmet + Licht reduziert + Handy weglegt, dann reguliert nicht nur das Öl. Das ganze Muster und die Routine reguliert.
Wichtig ist also, den Duft zu verknüpfen – mit einer Handlung, einem Gefühl, einem Ort, einem Gedanken – er muss in einer sicheren Umgebung positiv besetzt werden. Und mache dich dabei nicht abhängig von nicht beeinflussbarem – wie anderen Menschen.
Merksatz: Der Duft ist der Schlüssel, aber das Gehirn und die dazugehörige Handlung (Atmung, Ritual, Konditionierung) sind das Schloss, das geöffnet wird.
(Den Satz finde ich sehr treffend, allerdings weiß ich nicht mehr, bei wem ich diesen gelesen habe.)
Dennoch oder gerade deswegen können Düfte dich in deinem Bikerleben stark unterstützen. Vor allem, wenn bei dir etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Düfte bewusst und sinnvoll einsetzen
Je nach Zustand können allerdings komplett andere Reize sinnvoll sein.
Frage dich:
- Geht es um Stress?
- Schlaf?
- Übererregung?
- Erschöpfung?
- Konzentration?
- Angst?
- emotionale Sicherheit?
- körperliche Spannung?
Und dann suche den für dich passenden Duft – als Kräuter, Tee, Öl, Gewürz. Und vor allem einen, den du auch magst.
Hier findest du ein paar Anregungen:
| Ziel | Mögliche Düfte |
|---|
| Vor Fahrtraining fokussieren | – Rosmarin, Pfefferminze, Citrus |
| Nach Stress runterfahren | – Lavendel, Melisse |
| Präsenz/Körpergefühl | – Kräuter, Waldnoten |
| Atem vertiefen | – Eukalyptus vorsichtig dosiert |
| Ritual/Ankommen | – immer derselbe Duftanker |
Aber Achtung: Viel hilft nicht immer viel
Deutlich sinnvoller ist:
- minimal dosieren
- gezielt einsetzen
- klare Funktion haben
- eher Qualität statt Intensität
Wichtig bei ätherischen Ölen ist:
Sie sind nicht automatisch harmlos. Auch hier ist weniger oft mehr. Manche Düfte können nämlich auch negativ wirken oder verstärken — z. B. bei Migräne, empfindlichen Atemwegen, Asthma oder in hoher Konzentration.
Also: Probiere dich bzw. die Düfte aus, beobachte und setze sie gezielt ein.
Kleine Vertrauens-/Balanceübung zum Schluss
Apropos beobachten:
Sind dir meine Körperhaltung und der fehlende Seitenständer aufgefallen?
Schöne Vertrauensübung. Starte seitlich – halte dein Bike nur mit deiner Hüfte (die Hände kannst du nach und nach langsam lösen, wenn du dich bereit fühlst) – suche den Punkt, an dem sich das Bike ganz leicht anfühlt – verweile hier einen Moment – fühle und spüre in dich rein – erst wenn du ruhig und entspannt bist, drehe dich weiter mit dem Po zum Bike – achte auf deine Fußrasten, dass du nicht hängen bleibst – stehe stabil, zentriert und trotzdem entspannt – suche auch hier wieder den Punkt, an dem sich dein Bike leicht anfühlt. Bleibe auch hier einen Moment und genieße das Gefühl von Vertrauen und Leichtigkeit. PS. Vergiß vorab nicht den ersten Gang einzulegen.
Aufgeregt beim Ausprobieren?
Versuche es mit einem Duft, durchatmen, Ruhe und Geduld, einem Lächeln, aufrechter Haltung und ggf. einer 2. Person auf der anderen Seite 😉. (Selbständiges Üben ohne Gewähr)
Viel Spaß beim Ausprobieren.
Mich ruft nun mein Minztee – frisch aufgebrüht.
Liebe Grüße, Namasté und DLzG
deine Verena
Stichworte für die Vertiefung:
#neuro-linguistische programmierung
#musterunterbrechung (pattern interrupt)
#aromachologie #abgrenzung zur aromatherapie
#aromapflege
#prof. dr. hanns hatt – „Düfte wirken biologisch, müssen aber durch Kontext gelernt werden“
#sabrina herber
#eliane zimmermann
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(Keine Werbung. Öl selbst gekauft. KI-unterstützt)
